Die Pianistin Aki Takase erhält 2026 den Deutschen Jazzpreis für ihr Lebenswerk und wird damit für mehr als fünf Jahrzehnte künstlerische Arbeit zwischen Berlin, Tokio und der internationalen Avantgarde ausgezeichnet. Ihre Musik verbindet energetische Improvisation, feine Klangforschung und einen eigenwilligen Humor, der sie zu einer der prägendsten Stimmen des zeitgenössischen Jazz gemacht hat. Immer wieder hat sie Grenzen zwischen Free Jazz, Neuer Musik und klassischer Tradition überschritten und in zahlreichen Projekten mit Musikerinnen und Musikern aus aller Welt zusammengearbeitet.
Wegbereiterin des modernen Jazz
Takase, 1948 in Osaka geboren und seit vielen Jahren Wahlberlinerin, hat die deutsche und europäische Szene nachhaltig geprägt. Sie arbeitete mit Größen wie Alexander von Schlippenbach, David Murray oder Louis Sclavis, schrieb für kleine Ensembles ebenso wie für größere Formationen und blieb dabei stets kompromisslos ihrem eigenen Klang verpflichtet. Dass sie nun mit dem Deutschen Jazzpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wird, gilt vielen als längst überfällige Würdigung einer Künstlerin, die Generationen von improvisierenden Musikerinnen und Musikern inspiriert hat.
Verleihung im Rahmen der jazzahead! – Ella berichtet
Der Deutsche Jazzpreis wird am kommenden Samstag im Rahmen der Fachmesse jazzahead! in Bremen verliehen; dort soll Aki Takase die Auszeichnung persönlich entgegennehmen, flankiert von Konzerten und Branchenprogramm. Für die Berichterstattung aus Bremen ist Ella vor Ort und berichtet von der Preisverleihung, den Konzerten und der Stimmung in der Szene.




