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Album der Woche: Ida Sand „I Will Be Right There“

14. September 2026

Album der Woche: Ida Sand „I Will Be Right There“

Eine Stimme, die Nähe schafft

Manche Stimmen suchen die große Geste, andere brauchen sie nicht. Ida Sand gehört zur zweiten Kategorie. Seit ihrem ACT-Debüt „Meet Me Around Midnight“ hat sich die schwedische Sängerin, Pianistin und Songwriterin zu einer prägenden Stimme des europäischen Soul-Jazz entwickelt. Ihr Markenzeichen: ein warmer, rauchig-sonorer Gesang, der Kraft und Verletzlichkeit zugleich ausstrahlt.

Songs über das Miteinander

Auf „I Will Be Right There“ rückt Sand Beziehungen in den Mittelpunkt: Nähe und Vertrauen, Verletzlichkeit und die Frage, wie Menschen wirklich füreinander da sein können. Entsprechend persönlich wirkt das Album. Sand singt nicht auf Distanz, sondern so unmittelbar, als säße sie ihrem Publikum direkt gegenüber.

Zwischen Soul, Jazz und Americana

Musikalisch verbindet das Album Soul und Rhythm ’n’ Blues mit Folk-, Americana- und Jazzfarben. Neben eigenen Songs interpretiert Sand Massive Attacks „Teardrop“ und Jacques Brels „Ne me quitte pas“ in der englischen Fassung „If You Go Away“. Der Jazz steckt dabei weniger in ausgedehnten Soli als in feinen rhythmischen Verschiebungen, geschmackvollen Verzierungen und der harmonischen Tiefe.

Fast wie ein Konzert im Studio

Aufgenommen wurde weitgehend live, häufig genügten ein oder zwei Takes. Mit Musikern wie Ola Gustafsson, Per Lindvall, Jesper Nordenström und e.s.t.-Bassist Dan Berglund entsteht ein wunderbar organischer Bandsound. „I Will Be Right There“ ist ein Album ohne Effekthascherei: warm, souverän und voller menschlicher Nähe – und deshalb unser Album der Woche.