Jazz News
Berlins Jazz-Szene beim Karneval der Kulturen
Klang der Vielfalt in Kreuzberg
Der Karneval der Kulturen verwandelt Berlin am Pfingstwochenende wieder in ein pulsierendes Zentrum globaler Sounds und mittendrin setzt auch die lokale Jazzszene markante Akzente. Zwischen Straßenumzug, Foodständen und internationalen Bühnen zeigen Berliner Bands, wie durchlässig und lebendig Jazz heute klingt.
Zwischen Balkanbeats und Klangexperiment
Ein Beispiel dafür ist Balkanova: Die Band verbindet osteuropäische Traditionen mit improvisatorischer Freiheit und treibenden Grooves. Ihr Sound ist tanzbar, vielschichtig und wie gemacht für die offene Festivalatmosphäre. Deutlich experimenteller gehen Sonic Interventions vor, die elektronische Elemente mit Jazzstrukturen verschränken und so neue, teils sphärische Klangräume erschließen.
Transatlantische Grooves und junge Perspektiven
Mit dem Havana Berlin Express wird es international: Das Projekt vereint kubanische Rhythmen mit Berliner Jazz-Einflüssen und lebt von seiner energetischen Mischung aus Percussion, Bläsern und Improvisation. Die Band Denim steht hingegen für eine jüngere Generation, die Jazz selbstverständlich mit Indie, Fusion und Popästhetik verbindet und damit auch ein neues Publikum anspricht.
Jazz als Teil des urbanen Sounds
Gerade im Kontext des Karnevals entfaltet Jazz eine besondere Wirkung. Abseits klassischer Clubs wird er hier Teil eines größeren musikalischen Dialogs: offen, zugänglich und stilübergreifend. Für viele Besucherinnen und Besucher entsteht so ein neuer Zugang zu einer Szene, die sich in Berlin ständig weiterentwickelt.