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Bewegendes Jazz-Duo live aus Berlin

30. Januar 2026

Bewegendes Jazz-Duo live aus Berlin

Zwei Ausnahmekünstler, ein berührender Abend und pure musikalische Magie: Richard Bona und Alfredo Rodríguez begeisterten am 4. November 2024 im Konzerthaus Berlin mit einem berührenden Duo-Konzert. Nun ist dieser besondere Moment als 36-minütiges Video auf dem YouTube-Kanal Victor’s Places (@VictorVoytov) verfügbar – ein Muss für alle Jazzliebhaber und Freunde authentischer Live-Musik.

Ein Abend voller Emotionen

Das Video fängt die besondere Atmosphäre des Konzerts eindrucksvoll ein. Auf dem Programm standen unter anderem „Ay, Mamá Inés“ (Eliseo Grenet), „Gitanerías“ (Ernesto Lecuona), „Raíces (Roots)“ sowie „La Negra Tomasa / Bilongo“ (Guillermo Rodríguez Fiffe).

Besonders bewegend ist die Widmung an Quincy Jones, ihren gemeinsamen Mentor, der kurz zuvor verstorben war. Richard Bona erzählt, wie Quincy Jones die beiden Künstler zusammenbrachte: Er holte Alfredo Rodríguez aus Kuba in die USA, signte Bona und produzierte ihr gemeinsames Album Tocororo. Titel wie „Raíces“ und „Ay, Mamá Inés“ stammen aus diesem Umfeld und verbinden afrokubanische Wurzeln mit modernem Jazz.

Alfredo Rodríguez: Klassik, Kuba und Jazz

Alfredo Rodríguez wurde in Kuba geboren und studierte klassische Musik in Havanna mit Schwerpunkt auf Bach und Stravinsky. Nach einer Begegnung mit Quincy Jones beim Montreux Jazz Festival emigrierte er 2006 in die USA.

Der Grammy-nominierte Pianist arbeitete unter anderem mit Wayne Shorter, Herbie Hancock, Esperanza Spalding und McCoy Tyner zusammen. Sein Stil verbindet Klassik, Afro-Cuban-Traditionen und zeitgenössischen Jazz – und macht ihn zu einem musikalischen Brückenbauer zwischen Welten.

Richard Bona: Bassist mit globaler Stimme

Richard Bona stammt aus Kamerun und entdeckte schon früh die Musik von Jaco Pastorius. Er gewann 2002 einen Grammy und erhielt 2007 eine weitere Nominierung für sein Album Tiki.

Seit über 30 Jahren setzt er sich mit seiner Musik für kulturellen Austausch und Frieden ein. Zusammenarbeiten mit Pat Metheny, den Brecker Brothers und Chick Corea prägen seine Karriere. Die gemeinsame Verbindung zu Quincy Jones bildet das emotionale und musikalische Fundament seiner Partnerschaft mit Alfredo Rodríguez.

Victor’s Places: Ein digitales Jazz-Archiv

Hinter dem Projekt Victor’s Places steht der Berliner Videoproduzent Victor Voytov. Seit 2024 dokumentiert er internationale Jazz-Konzerte in Berlin und macht sie als hochwertiges Video-Archiv zugänglich.

Der YouTube-Kanal @VictorVoytov kooperiert mit dem Zig Zag Jazz Club und veröffentlicht komplette Mitschnitte von Künstlern wie dem Emmet Cohen Trio, Kurt Rosenwinkel, Al Di Meola, den Yellowjackets, dem Melissa Aldana Quartet oder Chico Freeman Exotica. Die Produktionen entstehen in Zusammenarbeit mit Profis wie Alex Hoetzinger (Video), Martin Ruch und Jeremy Nothman (Audio) sowie Richard Bona (Mix). Die Uploads reichen bis Januar 2026 und umfassen auch „Best of 2024“-Compilations.

Berlins Jazz-Szene für die Zukunft bewahrt

In einer Zeit, in der Live-Erlebnisse oft flüchtig sind, schafft Victor’s Places ein dauerhaftes digitales Archiv. Ob im Konzerthaus oder im Club: Stars und Newcomer werden hier gleichermaßen festgehalten – darunter auch angekündigte Acts für 2025 wie Christian Scott, Kenny Garrett, David Murray und George Cables.