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Chefsache – Gustav Peter Wöhler · Interview
Seine Karriere verlief alles andere als geradlinig – und genau das macht sie so spannend. Gustav Peter Wöhler gehört heute zu den markantesten Charakterdarstellern Deutschlands, doch der Weg dorthin begann überraschend früh und nahm einige unerwartete Wendungen.
Bereits im Alter von sechs Jahren stand er erstmals auf einer Bühne – in der Gaststätte seiner Eltern. Nach einer Ausbildung zum Großhandelskaufmann und einem begonnenen Studium der Sozialpädagogik war es schließlich ein Religionslehrer, der ihn in eine neue Richtung lenkte: weg vom Hörsaal und hin zur Schauspielschule.
Seine besondere Begabung für komische Rollen wurde von Theaterlegende Peter Zadek erkannt und gefördert – eine prägende Zusammenarbeit, die Wöhlers künstlerischen Weg entscheidend beeinflusste.
Im Gespräch mit Oliver Dunk erinnert sich der Schauspieler auch an seine Kindheit, in der er sich oft als Außenseiter fühlte. Er sei damals „zu dick“ gewesen, erzählt er, und seine Freunde hätten ihn „Porky“ genannt. Als großer Lassie-Fan habe er diesen Spitznamen jedoch eher als Auszeichnung gesehen – ein Hinweis auf seinen feinen Humor und seine Fähigkeit zur Selbstironie.
Neben der Schauspielerei ist die Musik ein fester Bestandteil seines Lebens. Mit seiner Band steht Wöhler regelmäßig auf der Bühne. Sein großes Idol ist Joni Mitchell – und die Musik versteht er nicht als Nebenprojekt, sondern als Ausdruck seiner Persönlichkeit, den er auch bei seinen Auftritten vermittelt.
Im Podcast „Chefsache! Macher im Gespräch“ spricht Gustav Peter Wöhler mit Oliver Dunk offen über Brüche im Lebenslauf, prägende Entscheidungen und Wege, die selten geradeaus führen. Dabei geht es auch um sein ambivalentes Verhältnis zur Macht – ein Thema, das ihn bis heute beschäftigt und dem er mit großem Respekt begegnet.
Sendung vom 10.05.2026