Jazz News
Deutscher Jazzpreis 2026: Nominierten-Check
Der Deutsche Jazzpreis geht 2026 in seine sechste Runde und zeigt mit 1.200 Einreichungen, 22 Kategorien und großer stilistischer Bandbreite einmal mehr, wie lebendig die Szene ist. Die Nominierten stehen seit Ende Februar fest, die Gewinner und Gewinnerinnen werden traditionell erst im Rahmen der Live-Verleihung bekannt gegeben.
Rekordvielfalt und Juryarbeit
Über die Auswahl entschied eine 25-köpfige Fachjury, ergänzt durch eine fünfköpfige Sonderjury für Komposition und Arrangement. Unterschiedliche Perspektiven aus künstlerischer Praxis, Journalismus und Wissenschaft tragen zu Transparenz und gesellschaftlicher Relevanz bei. Jede Auszeichnung ist mit 12.000 Euro dotiert, bereits die Nominierung wird mit 4.000 Euro gewürdigt – ein wichtiger Impuls für viele Künstler und Künstlerinnen. So hob Sera Kalo 2025 hervor, dass eine Nominierung auch die Anerkennung von Mut, Risiko und künstlerischen Grenzgängen bedeutet.
Highlights der Nominierten
Auch in diesem Jahr spiegelt die Auswahl die Vielfalt des Jazz wider: In der Kategorie Vokal sind unter anderem Almut Kühne und Theo Bleckmann vertreten. Bei den Holzbläsern stehen Namen wie Camila Nebbia und Peter Ehwald, während im Bereich Piano etwa Masako Ohta und Olga Reznichenko nominiert sind.
Bei den Ensembles reicht die Spannbreite von nationalen Formationen wie dem Fabia Mantwill Orchestra und MEMENTO ODESA bis hin zu internationalen Projekten wie dem Metropole Orkest oder Maria Faust Sacrum Facere.
Im Bereich Produktionen zählt unter anderem ein Album von Camila Nebbia gemeinsam mit Marilyn Crispell zu den Favoriten, während „Foureign Language“ von Maurice Storrer als internationales Debüt hervorsticht. Ergänzt wird das Feld durch Festivals wie das moers festival oder das Jazzfest Berlin sowie Live Acts wie ENEMY oder das Kris Davis Trio.
Verleihung am 25. April
Die Preisverleihung findet am Samstag, den 25. April 2026, ab 19:30 Uhr im Congress Centrum Bremen (CCB, Findorffstraße 101) statt, Einlass ist ab 18:30 Uhr. Durch den Abend führen Thelma Buabeng und Götz Bühler, musikalisch begleitet unter anderem vom Moses Yoofee Trio. Tickets sind über Rausgegangen erhältlich. Die Veranstaltung ist barrierefrei konzipiert, zudem wird eine umweltfreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen.
Im Jubiläumsjahr der jazzahead! kehrt der Deutsche Jazzpreis damit nach Bremen zurück – ein starkes Signal für Jazz als globale Gegenwartskultur.