Jazz News
jazzahead! 2027: Rekordbeteiligung aus 62 Ländern
Die internationale Jazzszene blickt nach Bremen: Für die jazzahead! 2027 sind 768 Bewerbungen aus 62 Ländern eingegangen – ein neuer Rekord bei der geografischen Vielfalt. 103 Acts haben es auf die Shortlists geschafft. Nun entscheiden fünf internationale Fachjurys, welche 38 Bands und Künstler:innen vom 22. bis 24. April 2027 auf der Bühne stehen werden.
Sprungbrett für internationale Jazzkarrieren
Die jazzahead! gilt als eine der wichtigsten internationalen Plattformen für die Jazzbranche. Im Mittelpunkt stehen die 38 Showcase-Konzerte, bei denen sich ausgewählte Künstler:innen jeweils 30 bis 45 Minuten lang präsentieren können. Für viele Nachwuchsbands ist das eine besondere Gelegenheit, Kontakte zu Festivalveranstaltern, Booking-Agenturen und Plattenlabels zu knüpfen.
Die Auftritte finden in Halle 7 der Messe Bremen und im Kulturzentrum Schlachthof statt. Ergänzt wird das Programm durch die Clubnight mit rund 120 weiteren Konzerten.
Fünf Jurys entscheiden über 38 Plätze
Die Auswahl erfolgt in mehreren Stufen. Nach einer ersten Bewertung stehen nun 103 Acts auf den Shortlists. Fünf internationale Jurys entscheiden über die endgültige Besetzung.
Acht Plätze entfallen auf die German Jazz Expo, acht auf Overseas/Asia-Pacific, neun auf das Baltikum und insgesamt 13 auf die europäischen Showcases.
Bei der Auswahl spielen neben musikalischer Qualität auch stilistische Vielfalt, Instrumentierung und eine ausgewogene Programmgestaltung eine Rolle. Die endgültigen Entscheidungen sollen im November 2026 bekannt gegeben werden.
Baltikum und Asien-Pazifik im Fokus
Partnerregion der jazzahead! 2027 ist das Baltikum. Estland, Lettland und Litauen erhalten jeweils drei Showcase-Plätze.
Gleichzeitig beginnt ein neuer dreijähriger Schwerpunkt für die Region Asien-Pazifik. Das wachsende Interesse zeigt sich besonders in Südkorea: Dort stieg die Zahl der Bewerbungen von drei auf 15. Zwei südkoreanische Acts stehen auf der Shortlist. Auch Japan ist mit fünf Bewerbungen vertreten, nachdem im Vorjahr keine eingegangen waren.
Deutsche Jazzszene stark vertreten
Mit 148 Bewerbungen und 18 Acts auf der Shortlist ist auch die deutsche Jazzszene prominent vertreten. Bemerkenswert ist zudem, dass bei mehr als der Hälfte aller Bewerbungen Musikerinnen beteiligt sind.
Die hohe internationale Beteiligung unterstreicht die Bedeutung der jazzahead! als Treffpunkt einer zunehmend vielfältigen Jazzwelt. Welche 38 Acts schließlich in Bremen auftreten dürfen, wird Ende November bekannt gegeben.