Jazz News
Martina Barta zwischen Berlin und New York
Die tschechische Jazzsängerin Martina Barta bewegt sich seit Jahren zwischen zwei musikalischen Welten. Nach ihrem Masterabschluss am Jazz-Institut Berlin im Jahr 2023 kehrte sie in diesem Frühjahr an den Ort zurück, an dem ihre internationale Laufbahn einst entscheidend geprägt wurde: die renommierte Manhattan School of Music in New York. Diesmal allerdings nicht für ein Studium, sondern mit einem offenen Zeithorizont – und dem festen Vorsatz, in einer der aufregendsten Jazzmetropolen der Welt künstlerisch Fuß zu fassen, neue Impulse zu sammeln und sich ein eigenes Netzwerk aufzubauen.
New York – Sehnsuchtsort und Prüfstein zugleich
Kaum eine Stadt ist so eng mit der Geschichte und Gegenwart des Jazz verbunden wie New York. In den legendären Clubs Manhattans, in den Kellern Brooklyns oder bei nächtlichen Jam-Sessions in Harlem entstehen musikalische Begegnungen, die weit über spontane Improvisationen hinausgehen. Hier treffen junge Talente auf prägende Persönlichkeiten der internationalen Szene, Tradition begegnet Innovation – und jede Session kann zur Visitenkarte für den nächsten Karriereschritt werden.
Zwischen Traum, Realität und großen Begegnungen
Im Gespräch mit Martina Barta gehen wir der Frage nach, was den Mythos New York bis heute ausmacht und warum die Stadt für Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker weltweit nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat. Sie erzählt von ihrem Leben zwischen Berlin und Manhattan, von künstlerischer Freiheit und wirtschaftlichen Herausforderungen, von den besonderen Dynamiken der New Yorker Szene – und von dem Moment, wenn bei einer unscheinbaren Session in Harlem plötzlich ein internationaler Star mit auf der Bühne steht. Nicht zuletzt sprechen wir darüber, ob das berühmte Motto „If You Can Make It There, You Can Make It Everywhere“ auch heute noch Bestand hat.