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Max Mutzke: Mut zum Purismus

13. Februar 2026

Max Mutzke: Mut zum Purismus

Freitag, der 13. – und ein besonderer Konzertabend im Berliner Dom: Heute steht Max Mutzke mit seinem Duo-Programm „Du und Ich“ auf der Bühne des Doms – reduziert auf Stimme und Klavier, ohne Band, ohne Elektronik. Am Mittag war Mutzke bei Ella im Interview – und seine Vorfreude war deutlich zu spüren. Er freue sich „riesig“ auf das Konzert, sagte er, und betonte, wie besonders es sei, in dieser beeindruckenden Kulisse auftreten zu dürfen. Vor allem die gewaltige Kuppel habe ihn nachhaltig beeindruckt. Ein Konzert in diesem Raum sei immer auch ein Dialog mit der Architektur.

Ein Lied ohne Mikrofon

Ein Moment dürfte heute Abend besonders spannend werden: Mutzke kündigte an, ein Stück ohne Mikrofon singen zu wollen – ganz pur, um die außergewöhnliche Akustik des Raumes auszutesten. Ein mutiger Schritt, der perfekt zum intimen Charakter des Abends passt. In einem Raum wie dem Berliner Dom, in dem jeder Ton nach oben steigt und sich unter der Kuppel entfaltet, wird selbst Stille zum Ereignis.

Duo im musikalischen Gespräch

An seiner Seite sitzt die kubanische Jazzpianistin Marialy Pacheco. Das Programm „Du und Ich“ ist bewusst reduziert: Statt großer Effekte setzen die beiden auf Nähe, Spontaneität und Improvisation. Mutzkes soulige, teils melancholische Songs treffen auf Pachecos virtuoses, lyrisches Spiel – ein musikalisches Gespräch, das sich von Abend zu Abend neu entwickelt. Gerade dieser kammermusikalische Ansatz macht den Reiz aus. Der populäre Sänger, vielen auch aus dem Fernsehen bekannt, begegnet dem Publikum hier in einer ungewohnt intimen Form. Und Pacheco bringt mit ihrem jazzigen Hintergrund zusätzliche Tiefe und rhythmische Raffinesse ein.

Große Architektur, leise Töne

Der Berliner Dom bietet dafür den passenden Rahmen: monumental und zugleich atmosphärisch dicht. Nach einem ausverkauften Konzert im vergangenen Jahr ist die Erwartung hoch. Heute Abend dürfte sich zeigen, wie gut große Architektur und leise Töne harmonieren – und ob ein Freitag, der 13., nicht vielleicht doch ein Glückstag für Musikliebhaber ist.

Das ganze Interview gibt es hier zum Nachhören: