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Meshell Ndegeocello & Cat Power: Welthit mit Perspektive

13. August 2026

Meshell Ndegeocello

Meshell Ndegeocello verwandelt den Human-League-Klassiker „Don’t You Want Me“ in ein Duett mit Cat Power. Der Song ist die zweite Single ihres neuen Albums „Synonym“, auf dem sie 15 bekannte Stücke gemeinsam mit prominenten Gästen neu interpretiert.

Ein Popklassiker, neu erzählt

„Don’t You Want Me“ gehört zu den großen Popsongs der Achtziger. The Human League machten das Stück 1981 mit seinem markanten Synthesizer-Intro und dem Wechsel zweier Perspektiven zum Welthit. Mehr als vier Jahrzehnte später greift Ndegeocello genau diese dialogische Struktur auf. An ihrer Seite singt Cat Power alias Chan Marshall.

Die Neuinterpretation führt direkt zum Konzept von „Synonym“, das am 2. Oktober 2026 bei Blue Note Records erscheint. Ndegeocello covert darauf nicht einfach bekannte Songs, sondern verändert deren Blickwinkel.

Zwei Stimmen, neue Perspektiven

Alle Stücke auf „Synonym“ werden von zwei Stimmen gesungen, die sich auf dem Gender-Kontinuum gleichgeschlechtlich identifizieren. Ndegeocello wählte die Paarungen gezielt nach Kontrast und Ergänzung. Songs über Liebe, Begehren, Freundschaft, Enttäuschung und Selbstbestimmung erhalten dadurch neue Perspektiven, ohne ihre ursprüngliche Bedeutung ganz abzulegen.

Daher der Titel: Ndegeocello versteht ihre Versionen als musikalische „Synonyme“ – anders formuliert, aber eng mit den Originalen verbunden. Zugleich begreift sie das Projekt als Ausdruck queerer Befreiung und damit von Befreiung überhaupt.

Von Chaka Khan bis WILLOW

Einen ersten Vorgeschmack lieferte „I Knew You Were Waiting (For Me)“, das Ndegeocello gemeinsam mit Cynthia Erivo neu aufnahm. Aretha Franklin und George Michael hatten den Song 1987 zum Welthit gemacht.

Auch die weitere Gästeliste ist prominent: Chaka Khan singt „Islands In The Stream“, Lianne La Havas „Don’t Look Any Further“, Brandi Carlile „Golden Ring“ und ANOHNI „I Got You Babe“. WILLOW ist bei Temple Of The Dogs „Hunger Strike“ zu hören. Mit Bill Callahan und Chris Thile interpretiert Ndegeocello Bob Dylans „With God On Our Side“. Weitere Gäste sind unter anderem Moses Sumney, Robert Glasper, Madison Cunningham, Laura Lee und Lizz Wright.

Musikalisch reicht das Album von Folk, Soul und Country über Pop und R&B bis zu Alternative Rock und Hip-Hop.

Wiedersehen mit David Gamson

Für „Synonym“ arbeitet Ndegeocello erneut mit David Gamson zusammen, der bereits an „Plantation Lullabies“ (1993) und „Peace Beyond Passion“ (1996) beteiligt war. Produziert wurde das Album von Ndegeocello, Gamson und Abe Rounds.

„Synonym“ ist ihr drittes Blue-Note-Album nach „The Omnichord Real Book“ (2023) und „No More Water: The Gospel Of James Baldwin“ (2024). Für beide Vorgänger erhielt sie jeweils einen Grammy.

Bis zum Albumstart am 2. Oktober gehört die Bühne nun Ndegeocello und Cat Power: Zwei unverwechselbare Stimmen erzählen „Don’t You Want Me“ noch einmal neu.