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Miles 100 – Theo Croker feiert den Jahrhundert-Trompeter

25. Juni 2026

Miles 100 – Theo Croker feiert den Jahrhundert-Trompeter

Am Dienstag, 29. September 2026, um 20 Uhr verwandelt sich der Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie in ein Labor für den Geist von Miles Davis. Hier eröffnet die Reihe „Jazz at Berlin Philharmonic“ ihre 14. Saison mit einer Hommage an den Trompeter, der Bebop, Cool Jazz, Hard Bop und Jazzrock entscheidend geprägt hat. Zum 100. Geburtstag von Miles rückt Kurator Siggi Loch nicht die Nostalgie, sondern den Mut zur ständigen Neuerfindung in den Mittelpunkt.

Theo Croker – ein moderner Miles-Erbe

An der Spitze steht der US-amerikanische Trompeter Theo Croker, Jahrgang 1985, der längst zu den eigenständigsten Stimmen seines Instruments zählt. Er zitiert Miles Davis nicht eins zu eins, sondern übersetzt dessen Klangsprache in die Gegenwart. Mit seinem Quartett – Danny Grissett am Piano, Joshua Ginsburg am Kontrabass und Francesco Ciniglio am Schlagzeug – entsteht ein flexibler, moderner Bandsound, der zwischen lyrischer Zurückhaltung und explosiven Ausbrüchen pendelt.

Norwegian Wind Ensemble & Geir Lysne

Die orchestrale Farbe bringt das Norwegian Wind Ensemble in den Kammermusiksaal, dirigiert von Geir Lysne. In der Tradition von Miles’ Kooperationen mit Gil Evans entstehen großflächige Bläserbilder, die sich über das Quartett legen, Kontraste schärfen und Miles’ Klassiker in ein neues Licht rücken. Intime Quartettmomente wechseln mit kraftvollen Tutti – ein Spannungsfeld, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart produktiv reiben.

Jazz at Berlin Philharmonic: Miles als Leitmotiv

Die Reihe „Jazz at Berlin Philharmonic“ hat sich als Bühne für kuratierte Themenabende etabliert, von stilistischen Retrospektiven bis zu Künstlerporträts. Nach dem viel beachteten Projekt „Sketches of Miles“ mit Theo Croker und Mitgliedern der Berliner Philharmoniker setzt „Miles 100“ diesen Faden fort. Am 29. September 2026 wird der Kammermusiksaal so zum Schauplatz eines Abends, der den Jahrhunderttrompeter nicht museal feiert, sondern seinen Innovationsgeist weiterträgt.