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Nach Festival-Absage: Der XJAZZ-Vibe soll bleiben
Das XJAZZ! Festival 2026 ist abgesagt – ganz verstummen soll es an diesem Wochenende trotzdem nicht. Vom 8. bis 11. Oktober bringen befreundete Veranstalter einige der ursprünglich angekündigten Künstler auf Berliner Bühnen. Dazu gibt es Live-Acts, DJs und mit der „XJAZZ! Funeral Party“ einen ziemlich buchstäblichen Abschied vom Festival.
Eigentlich hätte Berlin an diesem Wochenende wieder im Zeichen von XJAZZ! stehen sollen. Doch das für den 9. bis 11. Oktober geplante Festival wurde kurzfristig abgesagt. Nach Angaben der Veranstalter hatte die Berliner Senatsverwaltung für Kultur fünf Wochen vor Festivalbeginn die eingeplante Förderung nicht gewährt. Die Absage hat schwerwiegende Folgen: Wie es mit XJAZZ! weitergeht, ist derzeit offen.
Ganz verschwinden soll der XJAZZ!-Sound an diesem Wochenende aber nicht. Freunde und Partner des Festivals haben einen Teil des Programms aufgefangen. Vom 8. bis 11. Oktober finden in der Emmauskirche, im Sonnenraum und im Haus der Visionäre mehrere eigenständig organisierte Veranstaltungen statt.
„Es ist nicht das Festival, das wir geplant hatten“, schreibt das XJAZZ!-Team. Geblieben seien „die Künstler, die Musik, die Menschen und das Bedürfnis, sich noch einmal zu treffen“.
Vier Tage Musik statt Festival
Los geht es bereits am Donnerstag, 8. Oktober, um 20 Uhr in der Emmauskirche in Kreuzberg. Dort spielt SINGÜLAR, das Trio aus Pascal Schumacher, Edward Perraud und XJAZZ-Gründer Sebastian Studnitzky. Vibrafon, Schlagzeug, Trompete und Piano treffen dabei auf Elektronik, Minimal Music und Ambient. Veranstaltet wird der Abend von More Than Music e.V.
Am Freitag, 9. Oktober, ab 18 Uhr folgt im Sonnenraum die „XJAZZ! Funeral Party“. Live-Acts, DJs und Tanz sollen noch einmal an zwölf Jahre XJAZZ! erinnern – und dem Festival einen gebührenden Abschied bereiten.
Am Samstag, 10. Oktober, ab 18 Uhr verteilt sich das Programm auf Haus der Visionäre und Sonnenraum. Angekündigt sind unter anderem Momoko Gill und Sasha Perera im Haus der Visionäre sowie Flabbergast Live und Clovis im Sonnenraum.
Den Abschluss übernimmt am Sonntag, 11. Oktober, der südafrikanische Pianist Nduduzo Makhathini in der Emmauskirche. Der vielfach ausgezeichnete Musiker verbindet zeitgenössischen Jazz mit musikalischen und spirituellen Traditionen Südafrikas.
Freier Eintritt für XJAZZ!-Ticketinhaber
Wichtig für alle, die bereits Karten für das abgesagte Festival gekauft hatten: Die Ersatzveranstaltungen werden zwar unabhängig voneinander und nicht als XJAZZ!-Festival organisiert, die beteiligten Veranstalter laden Inhaber eines XJAZZ!-Tickets nach Angaben des Festivals jedoch kostenfrei ein. Weitere Informationen zum Umgang mit den ursprünglichen Tickets sollen die Käufer per E-Mail erhalten.
Ein Ersatz für das Festival soll das alles ausdrücklich nicht sein. Vielleicht trifft gerade das aber ziemlich genau den Geist, für den XJAZZ! in Berlin stand: Musiker, Clubs, Veranstalter und Publikum, die sich miteinander vernetzen und etwas auf die Beine stellen, auch wenn die ursprünglichen Pläne nicht mehr funktionieren.