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Omar im Park: Soul-Jazz in Berlin-Pankow

13. Juni 2026

Omar

Wenn heute das Kunstfest Pankow in seine 25. Ausgabe startet, ist der eigentliche Grund für Jazzfans weniger die Kunstmeile als ein Name: Omar. Der britische Soul- und Acid-Jazz-Pionier bringt seine warme, unverwechselbare Stimme in den Schlosspark Schönhausen und macht den sonst eher familienorientierten Termin zu einem ernstzunehmenden Tipp für Jazzfans. Zwischen barocker Kulisse und altem Baumbestand wirkt sein Groove fast wie ein Clubkonzert im Freien – nur mit besserer Luft.

Britischer Soul im Norden Berlins

Omar steht seit den 90ern für einen Sound, der Neo-Soul, Jazz und Funk selbstverständlich verbindet und trotzdem nie beliebig wirkt. Wer „There’s Nothing Like This“ oder seine Kooperationen mit Größen aus Jazz, R&B und Broken Beat im Ohr hat, weiß, dass hier ein Musiker kommt, der Groove immer mit harmonischer Raffinesse verbindet. Im Schlosspark trifft dieser britische Soul auf ein Berliner Publikum, das Omar sonst eher aus Club- oder Festival-Kontext kennt – ein spannender Perspektivwechsel, der dem Jubiläum des Kunstfests eine deutliche Aufwertung im Jazz- und Soul-Kalender gibt.

Ein Wochenende mit Profil statt Hintergrundmusik

Auch abseits des Headliners hat das Programm jazznahe Substanz: Gitarrist Torsten Goods mit Kim Sanders, das „Remembering Roger“-Projekt um Atrin Madani oder weitere Soul- und Jazz-Acts holen das Kunstfest aus der Ecke des reinen Familienevents. Wer mag, kann sich tagsüber durch Kunsthandwerk und Kurzkonzerte treiben lassen und den Abend dann bewusst als Open-Air-Jazz-Soul-Set planen. Mit nur 3 Euro Eintritt pro Tag – für GESOBAU-Mieterinnen und -Mieter sogar frei – wird der Schlosspark Schönhausen an diesem Wochenende zu einem der günstigsten, aber musikalisch spannendsten Orte für Jazz- und Soulfreunde in Berlin.