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Sebastian Studnitzky: Wie XJAZZ! neu startet

27. Mai 2026

Sebastian Studnitzky: Wie XJAZZ! neu startet

Vom Festivalchef im Ausnahmezustand

Sebastian Studnitzky kennt man in Berlin vor allem als Trompeter, Komponist und Klangästhet, doch in diesen Wochen steht er vor allem als Kopf des XJAZZ!-Festivals im Rampenlicht. Im Interview bei Ella erzählt er, wie sich der Moment anfühlte, als klar war: Das große XJAZZ! 2026 kann wegen gekappter Fördergelder nicht stattfinden. Statt Tour- oder Studioalltag war plötzlich Krisenmanagement angesagt, für ein Festival, das längst zu seinem wichtigsten künstlerischen Projekt geworden ist.

Absage, Wut und eine Welle der Unterstützung

Studnitzky schildert, wie schnell nach der Absage Solidarität aus der Szene kam: Musikerinnen, Clubs und Publikum meldeten sich, boten Hilfe an, machten öffentlich Druck. Diese Unterstützung habe, so sagt er, den entscheidenden Impuls gegeben, nicht in Schockstarre zu bleiben, sondern nach vorne zu denken. Aus der anfänglichen Wut über die kurzfristig gestoppte Förderung wurde so der Antrieb, ein neues, schlankeres Format zu entwickeln.

Aus der Not ein Weekender und mehr

Im Gespräch wird klar, dass der XJAZZ! Weekender mehr ist als ein „Ersatzprogramm“: Studnitzky beschreibt ihn als komprimierte Version des eigentlichen Festivals, mit konzentrierter Auswahl an Konzerten, Kooperationen und Clubnächten. Der Fokus liegt stärker auf der Berliner Szene und auf Begegnungen zwischen Musikerinnen, DJs und Publikum – genau jener Community, die XJAZZ über Jahre aufgebaut hat.

Blick nach vorn: Wie geht es mit XJAZZ! weiter?

Mit Ella-Moderator Eric Sommer spricht Studnitzky auch darüber, wie die Zukunft des Festivals aussehen kann, wenn öffentliche Unterstützung unzuverlässig bleibt. Denkbar seien flexiblere, kleinere Formate wie der Weekender, aber auch neue Partnerschaften und Finanzierungswege – immer mit dem Ziel, XJAZZ! als offene Plattform für Jazz, Clubkultur und Experimente in Kreuzberg zu erhalten. Das Gespräch zeigt einen Künstler, der nicht nur um sein Festival kämpft, sondern auch um die Idee einer lebendigen, vielfältigen Jazzstadt Berlin.

Mehr Informationen sowie das gesamte Programm gibt es auf der Webseite des Veranstalters.