Jazz News
Stacey Kent und Ledisi: Große Stimmen im Gasometer
Der dritte Festivaltag des Zig Zag Jazz Festivals im Berliner Gasometer knüpft nahtlos an die starken Auftaktabende an. Nach dem ausverkauften Start mit Dee Dee Bridgewater und der zweiten Nacht mit Mario Biondi, Till Brönner und Antonio Faraò richtet sich der Fokus heute auf zwei außergewöhnliche Sängerinnen: Stacey Kent und Ledisi. Das Festival, präsentiert von Ella Radio, bleibt damit seinem Anspruch treu, internationale Größen des Jazz und der Soulmusik in besonderer Atmosphäre zusammenzubringen.
Jetzt in den Festival-Report vom zweiten Tag mit Eric Sommer reinhören:
Stacey Kent eröffnet den Abend
Den Auftakt des Abends macht um 18 Uhr Stacey Kent. Die amerikanisch-britische Sängerin gilt als eine der feinsten Stimmen des modernen Vocal Jazz und verbindet amerikanisches Songbook, französische Chansons und zeitgenössischen Jazz zu einem eleganten, sehr persönlichen Stil. Ihre Auftritte stehen für Intimität, lyrische Tiefe und große musikalische Klarheit.
Ledisi als Hauptakt
Um 20:30 Uhr übernimmt dann Ledisi die Bühne im Gasometer. Die US-Sängerin zählt zu den wichtigsten Stimmen zwischen Soul, R&B und Jazz und ist mehrfach für den Grammy nominiert worden. Ihr Auftritt verspricht deutlich mehr Druck, Dynamik und Gospel-Energie als der vorherige Set und bildet damit den kraftvollen Kontrast des Abends.
Ein Abend zwischen Eleganz und Soul
Gerade die Kombination der beiden Künstlerinnen macht den heutigen Festivalabend spannend: erst die feine, poetische Jazzsprache von Stacey Kent, dann die stimmgewaltige Soul-Jazz-Präsenz von Ledisi. Damit bekommt das Publikum im Gasometer einen Abend, der zwischen Zurückhaltung und großer emotionaler Wucht pendelt. Der Tagespass für den 22.7. umfasst beide Konzerte und ist als Vocal Jazz & Soul-Abend ausgewiesen.
Festival mit starker Resonanz
Das Interesse am Zig Zag Jazz Festival ist weiterhin groß, für den heutigen Abend wird erneut volles Haus erwartet. Ella Radio und der Zig Zag Jazz Club setzen mit dem Festival auf elf Sommernächte und mehr als 20 Konzerte im Gasometer auf dem EUREF-Campus. Der dritte Tag zeigt dabei besonders deutlich, wie breit das Programm zwischen stilvoller Jazzästhetik und publikumsstarkem Soul aufgestellt ist.