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    Art Tatum
    Foto: The Library of Congress, Public domain, via Wikimedia Commons

    Art Tatum

    Geboren

    13. Oktober 1909

    Toledo, Ohio

    Gestorben

    5. November 1956

    Los Angeles, Kalifornien

    Künstlerischer Schwerpunkt

    Klavier

    Auszeichnungen

    Grammy Lifetime Achievement Award (posthum)Mehrfache DownBeat-KritikerpreiseAnerkennung als einer der größten Jazzpianisten aller Zeiten

    Biografie

    Arthur Tatum Jr. wurde am 13. Oktober 1909 in Toledo, Ohio geboren. Trotz schwerer Sehbehinderung – er war praktisch blind – entwickelte er sich zu einem der virtuosesten und einflussreichsten Pianisten in der Geschichte des Jazz. Seine technische Brillanz, harmonische Raffinesse und improvisatorische Kühnheit setzten Standards, die bis heute unerreicht sind.

    Frühe Jahre und musikalische Wunderkind

    Tatum wurde mit grauem Star in beiden Augen geboren und konnte nur auf einem Auge minimal sehen. Trotz dieser Behinderung erhielt er früh Klavierunterricht und zeigte außergewöhnliches Talent. Mit 13 Jahren spielte er bereits professionell in lokalen Clubs. Sein phänomenales Gehör und sein fotografisches musikalisches Gedächtnis kompensierten seinen Sehverlust vollständig.

    Stride Piano und technische Revolution

    Tatum basierte seinen Stil auf dem Stride Piano der 1920er Jahre – einer kraftvollen Technik mit springender linker Hand –, erweiterte diesen aber durch klassische Einflüsse, chromatische Harmonien und atemberaubende Läufe. Seine rechte Hand bewegte sich mit solcher Geschwindigkeit und Präzision über die Tasten, dass viele Zuhörer glaubten, es müssten zwei Pianisten spielen.

    Solokarriere und Nightclub-Legende

    1932 zog Tatum nach New York und begeisterte die Jazzszene im Sturm. Seine Auftritte im Onyx Club und anderen Venues wurden legendär. Er spielte komplexe Re-Harmonisierungen von Standards, die selbst erfahrene Musiker verblüfften. Pianisten wie Fats Waller, Willie "The Lion" Smith und selbst klassische Virtuosen wie Vladimir Horowitz bewunderten seine technische Meisterschaft.

    Tatum bevorzugte Solo-Auftritte oder kleine Trio-Formationen (Piano, Gitarre, Bass), wo seine Virtuosität voll zur Geltung kam. Seine Interpretationen von Standards wie "Tea for Two", "Tiger Rag" und "Body and Soul" sind Meisterwerke der Jazzpiano-Literatur.

    Harmonische Innovation

    Tatums harmonische Konzepte waren seiner Zeit weit voraus. Er verwendete komplexe Substitutionen, Chromatik und polytonale Elemente, die spätere Entwicklungen im Bebop und modernen Jazz vorwegnahmen. Charlie Parker und Dizzy Gillespie nannten ihn als wichtigen Einfluss auf ihre harmonische Sprache.

    Späte Jahre und unvergängliches Vermächtnis

    In den 1950er Jahren nahm Norman Granz eine Serie von Solo- und Gruppen-Alben mit Tatum auf ("The Art Tatum Solo Masterpieces", "The Tatum Group Masterpieces"), die sein Genie für die Nachwelt dokumentierten. Diese Aufnahmen gehören zu den bedeutendsten Dokumenten der Jazzgeschichte.

    Art Tatum starb am 5. November 1956 in Los Angeles an Urämie. Er war erst 47 Jahre alt. Sein Einfluss auf nachfolgende Generationen von Pianisten ist immens – von Oscar Peterson über Herbie Hancock bis zu modernen Virtuosen. Tatum bleibt der Maßstab für pianistische Exzellenz im Jazz – ein Musiker, dessen technische Meisterschaft nur von seiner musikalischen Vorstellungskraft übertroffen wurde.

    Wichtige Veröffentlichungen

    The Genius of Art Tatum

    The Art Tatum Solo Masterpieces

    God Is in the House

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    Die Darstellung erfolgt im Rahmen eines redaktionellen Musikangebots. Eine besondere Hervorhebung einzelner Künstler ist damit nicht verbunden.

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