
Chick Corea
Geboren
12. Juni 1941
Chelsea, Massachusetts
Gestorben
9. Februar 2021
Künstlerischer Schwerpunkt
Klavier / Keyboards
Auszeichnungen
Biografie
Armando Anthony „Chick" Corea wurde am 12. Juni 1941 in Chelsea, Massachusetts geboren. Er wuchs in einer musikalischen Familie auf – sein Vater war Trompeter und Bandleader – und begann früh Klavier zu spielen. Corea entwickelte sich zu einem der vielseitigsten und innovativsten Pianisten der Jazzgeschichte.
Frühe Karriere und Miles Davis
In den 1960er Jahren spielte Corea mit verschiedenen lateinamerikanischen Bands und etablierte sich in der New Yorker Jazzszene. Der Durchbruch kam, als er 1968 Mitglied der Miles Davis Band wurde. Auf den bahnbrechenden Alben „In a Silent Way" und „Bitches Brew" trug Corea zur Entstehung der Jazzfusion bei. Seine Verwendung elektrischer Keyboards half, einen neuen Sound zu definieren.
Return to Forever und Fusion
1971 gründete Corea seine eigene Band „Return to Forever", die zu einer der wichtigsten Fusion-Bands der 1970er Jahre wurde. Die Band verband Jazz mit Rock, lateinamerikanischer Musik und klassischen Elementen. Alben wie „Light as a Feather" (1973) und „Romantic Warrior" (1976) wurden zu Meilensteinen der Fusion-Bewegung.
Vielseitigkeit und Meisterschaft
Corea war bekannt für seine stilistische Vielseitigkeit. Er spielte akustisches Piano auf höchstem Niveau, war Pionier des elektrischen Klaviers und der Synthesizer, komponierte für klassische Ensembles und experimentierte mit verschiedensten musikalischen Formen. Sein Album „Now He Sings, Now He Sobs" (1968) gilt als Meisterwerk des akustischen Trios, während „The Leprechaun" (1976) seine kompositorische Bandbreite zeigt.
Duos und Kollaborationen
Im Laufe seiner Karriere arbeitete Corea mit unzähligen Jazz-Größen zusammen: Gary Burton, Bobby McFerrin, Herbie Hancock, John McLaughlin, und vielen anderen. Seine Duos mit Gary Burton und Herbie Hancock gehören zu den denkwürdigsten Begegnungen in der Jazzgeschichte.
Chick Corea starb am 9. Februar 2021 an Krebs. Mit 29 Grammy Awards gehörte er zu den meist ausgezeichneten Jazz-Musikern aller Zeiten. Sein Vermächtnis als Innovator, Virtuose und musikalischer Grenzgänger bleibt unübertroffen.