
Clark Terry
Geboren
14. Dezember 1920
St. Louis
Künstlerischer Schwerpunkt
Trompete und Flügelhorn
Auszeichnungen
Biografie
Clark Virgil Terry Jr., geboren am 14. Dezember 1920 in St. Louis, entdeckte seine musikalische Ader zunächst an der Posaune in seiner Highschoolband. Doch schon bald wechselte er zur Trompete – und brachte sie sich kurzerhand selbst bei. Während des Zweiten Weltkriegs spielte er in einer US-Navy-Militärband und perfektionierte dort eine Technik, die später zu seinem Markenzeichen wurde: die Zirkularatmung, mit der er endlos scheinende, geschmeidige Linien formen konnte.
Karriere in legendären Big Bands
Nach dem Krieg begann Terrys Aufstieg durch einige der berühmtesten Jazzorchester der Welt. Er spielte bei Lionel Hampton, anschließend von 1948 bis 1951 bei Count Basie und schließlich acht prägende Jahre im Orchester von Duke Ellington. Die Arbeit mit Ellington schärfte seinen unverwechselbar warmen Ton und seine flexible, hochmusikalische Artikulation. Später wurde Terry in der NBC Tonight Show Band einem Millionenpublikum bekannt – einer der ersten schwarzen Musiker, die dort als feste Mitglieder auftraten.
Innovator, Komponist, Pädagoge
Clark Terry war nicht nur ein Virtuose, sondern auch ein Innovator: Er zählte zu den frühen Pionieren des Flügelhorns im Jazz und beeindruckte mit einer Fülle an Klangfarben, die er allein mit seinem Lippenansatz erzeugte. Über 200 Kompositionen gehen auf sein Konto, ebenso wie zahlreiche eigene Bands. Zusätzlich widmete er sich leidenschaftlich der Nachwuchsförderung. Ob bei Jazz Mobile in Harlem, in Jugendbands, Workshops oder Festivals weltweit – Terry führte Generationen junger Musiker an die Kunst des Jazz heran.
Ehrungen und bleibende Bedeutung
Mehrere Grammy-Nominierungen, der Grammy Lifetime Achievement Award und über ein Dutzend Ehrendoktortitel zeichnen sein beeindruckendes Lebenswerk aus. Terry gilt als einer der meistaufgenommenen Trompeter in der Jazzgeschichte – und als prägender Mentor, der Talente wie Miles Davis, Quincy Jones und Wynton Marsalis inspirierte und unterstützte.
Clark Terry war mehr als ein herausragender Trompeter: Er war ein warmherziger Klangpoet, ein Erneuerer seines Instruments und ein unermüdlicher Lehrer. Mit seinem Spiel, seinen Kompositionen und seinem Engagement für junge Musiker hat er den Jazz nachhaltig geprägt und bleibt als strahlende Persönlichkeit unvergessen.