
Robert Glasper
Geboren
5. April 1978
Houston, Texas
Künstlerischer Schwerpunkt
Klavier
Auszeichnungen
Biografie
Robert Glasper wurde am 5. April 1978 in Houston, Texas, geboren und wuchs in einem stark musikalisch geprägten Umfeld auf. Seine Mutter Kim Yvette Glasper, Jazz- und Blues-Sängerin sowie Kirchenmusikdirektorin, prägte ihn früh. Schon als Kind sang er in baptistischen, katholischen und adventistischen Chören. Dort verbanden sich Gospel-Harmonien mit jazzy Klangfarben – ein Fundament, auf dem später sein unverwechselbarer Sound entstand.
Seine Ausbildung begann an der High School for the Performing and Visual Arts sowie an der Elkins High School, wo er mit der Jazzband der Texas Southern University spielte. 1997 nahm er am Vail Jazz Workshop teil, bevor er an die New School in New York wechselte. Dort lernte er unter anderem Bilal kennen und begann, mit Musikern wie Christian McBride, Terence Blanchard und Roy Hargrove zu touren.
Durchbruch und künstlerische Entwicklung
2002 veröffentlichte Glasper sein Debütalbum Mood bei Fresh Sound. Drei Jahre später folgte Canvas auf Blue Note mit seinem Trio aus Vicente Archer und Damion Reid. Parallel dazu weitete er seinen musikalischen Horizont stetig aus.
Mit Black Radio (2012) gelang ihm der große Durchbruch. Das Album, entstanden mit Künstlern wie Erykah Badu und Yasiin Bey, verband Jazz, Soul und Hip-Hop und wurde mit dem Grammy für Best R&B Album ausgezeichnet. Es folgten Black Radio 2 und Black Radio 3, die diesen Ansatz konsequent weiterführten.
Neben seinen eigenen Projekten arbeitete Glasper als Produzent für Kendrick Lamar (To Pimp a Butterfly) und Mac Miller. Außerdem komponierte er Musik für den Film Miles Ahead, wofür er 2017 einen Grammy erhielt. Insgesamt wurde er bislang mit fünf Grammys ausgezeichnet. Für A Letter to the Free (Dokumentarfilm 13th) erhielt er zudem einen Emmy.
Innovation, Einfluss und Vermächtnis
Mit dem Projekt Robert Glasper Experiment – gemeinsam mit Casey Benjamin, Derrick Hodge und Chris Dave – revolutionierte er das Verständnis von zeitgenössischem Jazz. Er verband Hip-Hop-Einflüsse etwa von A Tribe Called Quest mit Gospel, Soul und Jazz und prägte damit maßgeblich den modernen Neo-Soul-Sound.
Langjährige Residenzen im Blue Note sowie Auftritte beim North Sea Jazz Festival unterstreichen seine internationale Bedeutung. Mit Projekten wie R+R=Now und August Greene (gemeinsam mit Common) zeigt Glasper immer wieder seine Lust an musikalischer Grenzüberschreitung.
So steht Robert Glasper heute als einer der wichtigsten Architekten eines Jazz, der Tradition respektiert und zugleich konsequent in die Zukunft weist.