
Stan Getz
Geboren
2. Februar 1927
Philadelphia, Pennsylvania
Gestorben
6. Juni 1991
Malibu, Kalifornien
Künstlerischer Schwerpunkt
Tenorsaxophon
Auszeichnungen
Biografie
Stanley Gayetzky, bekannt als Stan Getz, wurde am 2. Februar 1927 in Philadelphia geboren. Mit 13 Jahren begann er Tenorsaxophon zu spielen und zeigte schnell außergewöhnliches Talent. Als Teenager spielte er bereits in mehreren Big Bands und wurde Mitglied des Woody Herman Orchesters, wo er zu den „Four Brothers" gehörte – einer legendären Saxophonsektion.
Cool Jazz und lyrischer Stil
Getz entwickelte einen unverwechselbaren, warmen und lyrischen Ton, der ihn zu einem der wichtigsten Vertreter des Cool Jazz machte. Sein Spiel war geprägt von melodischer Klarheit, subtiler Phrasierung und einer fast gesanglichen Qualität. Alben wie „Stan Getz Quartets" (1950) und „Stan Getz at Storyville" (1951) etablierten ihn als bedeutenden Solist.
Bossa Nova-Revolution
Der größte kommerzielle Durchbruch kam 1962 mit dem Album „Jazz Samba", auf dem Getz gemeinsam mit dem Gitarristen Charlie Byrd brasilianische Bossa Nova mit amerikanischem Jazz verband. Der Track „Desafinado" wurde ein internationaler Hit und brachte Getz seinen ersten Grammy ein.
Noch erfolgreicher wurde das Album „Getz/Gilberto" (1963), eine Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Gitarristen João Gilberto und dessen Frau Astrud Gilberto. Das Album enthält den Welthit „The Girl from Ipanema", der Stan Getz zu einem internationalen Star machte und die Bossa Nova weltweit populär werden ließ. Das Album gewann mehrere Grammys, darunter „Album des Jahres".
Späte Jahre und Vermächtnis
Nach der Bossa-Nova-Ära kehrte Getz zum traditionelleren Jazz zurück und arbeitete mit Musikern wie Chick Corea und Kenny Barron. Sein lyrischer, emotional ausdrucksstarker Stil blieb bis zu seinem Tod am 6. Juni 1991 unerreicht. Stan Getz gilt als einer der größten Tenorsaxophonisten der Jazzgeschichte – ein Meister des schönen Tons und der melodischen Improvisation.